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Festung Csillag

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Festung Csillag
Festung Csillag
Festung Csillag

 

Die Festung Csillag – deren Vorläufer die St. Peter Palisade aus der Türkenzeit ist – liegt gegenüber dem Ostturm der Altburg. Unter der Kommandatur von Pállfy Miklós wurde 1568 mit dem Bau begonnen. Bis zum Sommer 1586 entstanden die Brückenköpfe, die jeweils 100 Ritter aufnehmen konnten. Aufgabe der Brückenkopffestungen war es, die Zentralfestung vor Überraschungsangriffen zu schützen, den Schiffsverkehr des Flusses zu blockieren, die bestehenden oder im Notfall erbauten Brückenköpfe zu verteidigen und den Reitervorstößen gegen die Angriffe als Stützpunkt zu dienen. Mit dem Verschwinden der Kämpfe gegen die Türken verlor die Festungsanlage ihre Hauptfunktion und wurde daher vernachlässigt.

Im Herbst 1848 machte man sich unter der Leitung von Török Ignác mit neuer Kraft an die Renovierung der Festung. Das Ziel war damals die Sicherung der Stadt vor einer Umzingelung. Die hier dienenden Veszprémer Freiwilligen hinderten die Brückenbauversuche des kaiserlichen Heers. Im Zuge der Angriffe von 1849 schlug das vernichtende Kanonenfeuer der Festung Csillag die Angriffe des kaiserlichen Heeres zurück. Am 02. Oktober 1849 erfolgte – nach einem klaren Waffenstillstand von zwei Monaten – die Übergabe der Festungsanlage an die Österreicher. Sie marschierten auf dem Platz neben der Festung Csillag in militärischer Abwehraufstellung auf. Um vier Uhr am Nachmittag erschien Klapka György, und vor den zu Pyramiden aufgestapelten Waffen gab ihm das Verteidigungsheer mit Tränen in den Augen Salut. An die Stelle unserer Streitkräfte zogen in die Festung die kaiserlichen Truppen ein.

1850 wurde die Festung fast komplett abgerissen, später - zwischen 1850 und 1870, wurde es dann – als wichtigstes Element des neuen Verteidigunsgsystems – aus Stein und Ziegeln wiedererbaut.

Das Heer der Monarchie benutzte sie als Kaserne und Lager. Nach 1920 wurde sie zum Munitionslager der Ungarisch Königlichen Armee. Von 1944 Oktober bis Dezember diente sie als Sammellager für die Deportierten. Nach dem II. Weltkrieg wurden in der Festung Notunterkünfte ausgestaltet, die später als Gemüselager genutzt wurden.

Ihre typische Sternenform ergibt sich durch vier, nach innen geöffnete Batteriestände, deren äußere Hälften mit Steinen verstärkt und mit Steinmauern miteinander verbunden wurden. Rundherum wurde sie durch tiefe Wassergräben geschützt. Auf dem Hof befindet sich ein achteckiges festungsartiges Kasernengebäude.

Die Festung ist seit 2005 ein besichtigbares Baudenkmal.