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Festung Monostor

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Festung Monostor
Festung Monostor
Festung Monostor

 

Die Festung zu Monostor – die größte Festung Mitteleuropas der Neuzeit – wurde zwischen 1850 und 1871 erbaut. Das auf der Anwärterliste zum UNESCO-Weltkulturerbe aufgeführte militärgeschichtliche Baudenkmal aus der Zeit des Klassizismus bietet mit seinen aus präzis gemeißelten Steinen erbauten Wänden, seinen die Schutzanlage bedeckenden 3-4 Meter dicken Erdwällen und seiner mehrere Kilometer langen unterirdischen Tunnelanlage (mit Gewölbesystem) einen überwältigenden Anblick.

Die folgenden Angaben belegen ihre monumentale Ausmaße: Die Festung breitet sich auf 25 Hektar aus, zusammen mit den Schießplätzen beträgt ihre Fläche 70 Hektar, die Grundfläche der Gebäude beträgt 25 680m2, die Anzahl der Räumlichkeiten: 640. Der höchste Belegschaftsstand der in der Festung lebenden Soldaten betrug 8000 Männer.

Nach dem Bau der Festung diente sie Generationen von Soldaten des ungarischen Militärs. Zu ihren Aufgaben gehörte die Verteidiung der Zentralburg (Nord-Komárom) und die Kontrolle über den Donauschiffsverkehr. Hier kam es nie zu Kampfhandlungen, die Festung diente als Ausbildungszentrum und Waffenlager, während des 1. Weltkriegs als Einberufungs- und Ausbildungszentrum. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kommandatur des 22. Infantrie Regimentes in die Festung zu Monostor verlegt und von hier aus machten sich die Soldaten der I-II. Division auf in die Gefechte entlang des Dons. Nach dem II. Weltkrieg wurden zwischen den Mauern der Festung Notunterkünfte für die aus der Tschechoslowakei ausgesiedelten ungarischen Familien eigerichtet. Zwischen 1945 und 1990 baute die Heeresgruppe Süd der Roten Armee die Festung zum größten Munitionslager Mitteleuropas aus. Mit ihrem Abzug verschwand die militärische Rolle der Festung.