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Festung Monostor

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Festung Monostor
Festung Monostor
Festung Monostor

 

Willkommen in Komárom, wo sich die größte, moderne Festung Mitteleuropas, die Festung Monostor befindet. Das Denkmal befindet sich auf der Liste der Kandidaten zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die Festung Monostor (oder Fort Sandberg) wurde von 1850 bis 1871 gebaut. Es liegt auf einem Gebiet von 70 Hektar, besteht aus einem 100.00 m2 großen inneren Hof, und aus einem 32.000 m2 großen, bedeckten, größtenteils mit Erde belegten Gebäudekomplex. Die drei Basteien sind durch einen trockenen Burggraben und beide Seite durch Kasematten und zusammengesetzten Galerien verbunden. In Hinblick auf ihr Alter, ihren Typ, ihre Größe und ihre Ingenieurswerte, ist die Festung Monostor ein einzigartiges Beispiel in der Militärarchitektur Mitteleuropas.

       DIE UNSICHTBARE FESTUNG
       Neue Ausstellung in den Kasematten

 In den ersten Räumen der aus traditionellen und interaktiven Elementen zusammengestellten Ausstellung erhält der Besucher Informationen über das Artilleriesystem der Festung, in den inneren Kasematten kann er sich im Rahmen eines Abenteuerspieles in das alltägliche Leben eines Soldaten zur Zeit der Monarchie hineinversetzen. Manchmal wird das Gefühl erweckt als ob in den äußeren Kasematten jeweils ein Verteidiger auftaucht oder der Feind erscheint, was durch spezielle Lichteffekte das besondere Erlebnis noch steigert.

Hof – Kanone

Nach dem XVI. Jahrhundert wurden wegen des Wachstums der Kanonenfeuerkraft überall in Europa Festungen gebaut. Die Wände der Festung Monostor sind aus unregelmäßig geformten Kalksteinen gebildet. Die niedrigen Wände, Basteien und Gebäuden sind von mehreren Metern dicker Erde bedeckt, um vor dem Kanonenrückschlag geschützt zu werden.

Stallungen

In einem Raum gibt es 12 Marmortränken. Bei Veranstaltungen werden die Stallungen auch heute bestimmungsgemäß verwendet. Von den ursprünglichen 155 Tränken sind jetzt nur noch 12 heil verblieben, denn alle anderen fielen den Zerstörungen der Sowjets anheim.

Schießunterrichtsraum

Nach dem ersten Weltkrieg hat die Ungarische Wehrmacht in der östlichen Bastei einen Schießunterrichtsraum errichtet. Hier haben die Offiziere die Soldaten mit Hilfe auf die Wand gemalten Bildern im sicheren Zielen und in der Wartung der Waffen unterrichtet. Wegen seines Alters, seiner Seltenheit und seiner besonderen Wandgemälde ist der Raum auch in Europa einzigartig. Der Raum kann nur mit einem Fremdenführer besichtigt werden.

Auf dem Dach der äußeren Wände befinden sich zungenförmige Ausbuchtungen, die als Wasserspeier dienten, mittels welcher der in der Erdschicht gesammelte Niederschlag abgeführt wurde. 

Mannschaftskorridor

Die Abteilungen des Mannschaftskorridors sind von einem der längsten, einem 156 m langen Korridor verbunden. Auf der äußeren Seite des Korridors haben die Ingenieure ein mit Zellen versehenenes Schutzsystem ausgestaltet. Dieses hat die Deckung für die Soldaten gegen feindliche Kugeln und Splitter gesichert. Auf der inneren Seite des Korridors sind die Soldatenzimmer zu finden.

Ausstellung über die Monarchiezeit

In jedem Raum konnten 20-30 Soldaten untergebracht werden. Die Betten standen jeweils zu zweit nebeneinander. Die Räume wurden mit Eisenöfen geheizt. Zu jeder zweiten Abteilung gehört ein kleiner Kerker. In diesen Zellen war es fast unmöglich zu liegen, so musste der Verbrecher lange Stunden auf einem Platz stehend ausharren.

Sowjetische Ausstellung

Die Festung Monostor wurde zwischen 1945-1990 von der Roten Armee der Sowjets benutzt. Die alte Husarkaserne ist auch in der sowjetischen Zeit Kaserne geblieben, aber die Festung wurde zum Depot umgebaut. Das riesige Gebäude stellte lange Zeit das Depot für mehr tausend Waggon Kriegsmaterial dar. In fast jedem Raum standen mehrere hundert Kisten, die per Eisenbahn in den Hof gebracht wurden, um dort über ein Laufband in die Räume transportiert zu werden.

Offiziersquartier

Das Gebäude besteht aus einem Keller, aus einer ersten und zweiten Etage. Im Keller wurden Lebensmittel, Getränke und Dokumenten gelagert. In einem Raum wohnten normalerweise ein, in manchen Fällen zwei Offiziere. In der Festung wurden ausschließlich ledige Offiziere beherbergt, die anderen haben in der Husarkaserne, in ihren eigenen Häusen oder in dem Offizierskasino in Nord-Komárom gewohnt.

Donaubastei

Es war das Zentrum der Festung. Ihre ursprüngliche Aufgabe war die Verteidigung der Donau, deshalb ist diese Bastei die Stärkste. In der Mitte ist ein Appellplatz zu besichtigen, der heutzutage den Raum für eine Freilichtbühne darstellt. Im Inneren der Bastei verlaufen an mehreren Stellen schmale Eisenbahngleise, auf denen kleine Waggons fahren. Sie wurden von der Sowjetischen Armee benutzt, aber es kann davon ausgegangen werden, daß einige Teile von noch früher stammen. Am Imposantesten sind hier die Wände, mit einer Dicke von 5 Metern und einer Höhe von 15-18 Metern.  Die drei Etagen der Bastei sind mit einem Seilzug verbunden, dessen abgedeckter Schacht sich bei der Zentraltreppe befindet.

Latrine

Von den rundförmigen Latrinen wurden in der Festung mehrere aufgestellt. Sie konnten auf einmal von sechs Personen benutzt werden. Ihre Spuren sind auf dem Mannschaftskorridor, in dem Offiziersquartier und in den Basteien zu finden. Das Eisenrohr in der Mitte verband die Latrinen beider Etagen, deren Abfluß in die Donau führt.

Aussicht auf die Donaubastei

Auf dem Dach ist der Schießstand zu betrachten, der von den Sowjets gebaut wurde. Von hier eröffnet sich eine schöne Aussicht auf die Donau, auf Nord- und Süd-Komárom, und auch die ganze Festung kann von hier aus überblickt werden.

Eingang zu den Kasematten

Von der Donaubastei angefangen schlängelt sich das ca. 1,5 km lange, doppelte Kasemattensystem der Festung, das den Burggraben umschliesst. Die inneren Burgwände sind 10, die äußeren 8 m hoch. Die Tour leitet in die innere Kasematte hinein, und führt bis zur Westlichen Bastei. In die Kasematten hätte man nur im Kriegszustand Truppen stationiert, in Friedenszeiten wurde es nur von einem Wachtdienst kontrolliert.

Westliche Bastei

Die empfohlene Kasemattentour endet in der Westlichen Bastei. Die Basteien hatten in der Festung sowohl Wohn-, als auch Schutzfunktionen. Nebenbei sicherten sie den Durchgang zwischen den inneren und äußeren Kasematten. Hier kann ein Teil des Burggrabens betrachtet werden, der Kopfsteinpflasterweg führt zurück zum Hof.

Kriegstechnikpark

Die auf dem Hof anglegten Ortungsgerätewagen, Kanonen, Haubitzen und Fliegerabwehrkanonen geben eine Kostprobe aus der Rüstung des Kalten Krieges. Daneben, am Eingang des Brotmuseums  ist ein mobiler Feldofen zu sehen, der 1901 in der Fabrik Manfred Weiss hergestellt wurde.

Backgewerbliches Gedenkarchiv/ Brotmuseum

Die ursprünglich als Getreidespeicher genutzten Räume bieten jetzt Raum für eine gemeinsame Ausstellung des Fürstlichen Ordens der Ungarischen Bäcker und der Festung Monostor, die chronologisch und nach den wichtigsten Regionen geordnet die heimische Tradition des Backgewerbes präsentiert.

Heeresgeschichtliche Ausstellung

Die drei Räume stellen die Geschichte Komároms und der Kriegführung von dem 16. Jahrhundert bis den II. Welkrieg vor. Im Museum gibt es ein Modell der Donaubastei zu sehen, das die Eigenheiten der modernen Festungen veranschaulicht, und ein weiteres Modell für unsere Besucher mit eingeschränkter Sehfähigkeit .